Bauherr GEWOBA
Standort Bremen-Überseestadt
Eröffnung Juli 2021
In der Bremer Überseestadt wurde nördlich des Kommodore-Johnsen-Boulevards das BlauHaus realisiert. Das Ensemble besteht aus drei Gebäuden. Das Haus Nord dient ausschließlich dem Wohnen. Im Wohnhaus Süd befindet sich zudem im Erdgeschoss eine KiTa für bis zu 80 Kinder. Im Süden ist das Werkstattgebäude der Blauen Karawane entstanden. Die nördliche Freifläche wird als Parkplatz genutzt. In einem zweiten Bauabschnitt ist am westlichen Rand des Grundstückes ein viertes Gebäude geplant, in dem ein Theater untergebracht werden soll.
Die Wohnungen sind für unterschiedliche Bedürfnisse konzipiert und erfüllen größtenteils die Anforderungen an Barrierefreiheit. Drei große Wohngemeinschaften mit mehr als 250 Quadratmetern für Bewohnende mit spezifischen Unterstützungsbedarfen sind vorgesehen. Alle Gebäude erfüllen den KfW55-Standard.
Wohnhaus Nord
Mit fünf Geschossen und insgesamt 44 Wohnungen bietet das Wohnhaus Nord Wohnflächen zwischen 30 und 320 Quadratmetern Wohnfläche. Die einzelnen Wohnungen sind über einen Laubengang mit dem außenliegenden Sicherheitstreppenhaus verbunden, in dem zwei Aufzüge integriert sind. Auf der Gartenseite sind jeder Wohnung im Erdgeschoss Terrassen und in den Obergeschossen Loggien zugeordnet. Das Wohnhaus Nord ist ein massiver Mauwerksbau. Die geschützten Fassadenteile im Bereich der Loggien sind überwiegend mit Holz verkleidet.
Wohnhaus Süd
In dem ebenfalls fünfgeschossige Baukörper sind 40 Wohnungen zwischen 30 und 320 Quadratmetern Wohnfläche integriert. Die Wohnungen werden über drei innenliegende Treppenhäuser erschlossen, in denen sich jeweils ein Aufzug befindet. Zu jeder Wohnung gehört eine Loggia. Im Erdgeschoss befindet sich eine große Kindertagesstätte für 80 Kinder zwischen 1 und 6 Jahren. Der KiTa ist ein großer Teil des insgesamt sehr großzügigen Außenbereiches zugeordnet. Konstruktiv wurde das Gebäude als massiver Mauerwerksbau umgesetzt. Die Fassade ist mit Verblendmauerwerk verkleidet.
Quartierszentrum
Ergänzt wird das Ensemble durch ein eingeschossiges Quartierszentrum mit einer Gesamtnettofläche von rund 700 Quadratmetern. Das Gebäude wurde in Holzbauweise realisiert. Der Grundriss folgt dem Wunsch der Nutzer nach einer offenen Struktur. Es wurden lediglich Sanitärräume und ein Raum für die Büronutzung erstellt. Dadurch sind zwei große leere Räume links und rechts von den Sanitärräumen entstanden, die vom Mieter eigenständig weiter ausgebaut wurden. Den oberen Abschluss der Werkstatt bildet eine Sheddach-Konstruktion auf Holzbrettschichtbindern. Die Außenwände des Bauwerks sind mit einer hinterlüfteten Holzfassade auf Holztafelwänden errichtet.