Neubau, Umbau und Erweiterung am Schulzentrum Rahden

Factsheet

Bauherr Stadt Rahden
Standort Rahden
Bauzeit 2022-2025
Eröffnung August 2024
BGF 3.330 m² BGF Neubau BT B / 1.088 m² BGF Umbau BT A
Baukosten ca. 15 Mio. EUR

Im Zuge des Ausbaus zur Ganztagsschule sowie der Zusammenlegung der Haupt- und Realschule zur Sekundarstufe II ist das Schulzentrum Rahden baulich erweitert worden. Genutzt wird hierzu ein vorhandener Zirkelschlag, der den Erweiterungsbau harmonisch mit dem vorhandenen Gebäude verbindet.

Zu dem gesamten Bauvorhaben zählen auch Umbauten in der alten Hauptschule sowie Anpassungen in der 2009 errichteten Mensa. Als Bindeglied zwischen Bestands- und Neubau ist eine neue Aula entstanden, die auch für externe Veranstaltungen nutzbar ist. Der so entstandene, geschützte Innenhof fungiert als „grünes Klassenzimmer“.

Im Gebäudeinneren erwarten die Nutzenden helle, einladende Räume mit feinen Oberflächen und natürlichen Materialien, wie Eichenholz. Die Differenzierungsräume sind durch raumhohe Glastrennwände vom Flur abgetrennt und bieten sowohl Transparenz als auch Rückzugsmöglichkeiten. Akustisch wirksame, abgehängte Trockenbaudecken sorgen für eine angenehme Raumakustik. Lichtbänder und aufgeweitete Bereiche lockern die langen Flure auf. So entstehen hochwertige Aufenthalts- und Kommunikationsbereiche. Die Sanitäranlagen mit Fliesen in frischen, blaugrünen Tönen präsentieren sich modern und freundlich.

In der Lehrküche im Erdgeschoss finden sich hochmoderne Kücheninseln, ausgestattet mit professionellen Kochstellen, Doppelspülbecken und durchdachten Stauraumlösungen. Jede Küchenzeile hat eine Leitfarbe, die die Zuordnung für Schülerinnen und Schüler und die Lehrenden erleichtert. Für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung ist eine Küchenzeile mit einem motorisch höhenverstellbaren Element ausgestattet, das neben der Arbeitsfläche einen Herd und eine Spüle beinhaltet. Der offene Unterrichts- und Speisebereich mit Smartboard fördert die Gemeinschaft und kann bis zu 17 Personen, inklusive Rollstuhlfahrenden, Platz bieten. Bei gutem Wetter kann das Essen in den Außenbereich verlegt werden.

Die Fassade mit rotem Klinker bezieht sich klar auf den Bestand. Ein vorspringender Sockel, leicht zurückgesetzte Fenster und in die Fassade integrierte Fallrohre gibt ihr eine moderne Prägung. Hochgedämmte Aluminium-Profile für Fenster und Außentüren sorgen für hervorragende Energieeffizienz und schaffen ein einladendes Erscheinungsbild. Außenliegende Verschattungsanlagen schützen die Innenräume wirksam vor Sonne und ermöglichen eine flexibel Lichtregulierung.

Ein architektonisches Highlight ist das asymmetrische Satteldach mit unterschiedlichen Neigungen und Firsthöhen, das dem Bauwerk Dynamik verleiht. Die gezielt platzierten Lichtbänder ermöglichen eine optimale Belichtung und Belüftung der Innenräume.

Das Projekt ist in Arbeitsgemeinschaft mit jes Architekten entstanden.